Hot, hotter, Heart Strings? – Band 2 der Galway-Reihe von Ivy Fairbanks


Written by Ginny
Hot, hotter, Heart Strings? – Band 2 der Galway-Reihe von Ivy Fairbanks


Written by Ginny
Wer sich bei den aktuell heißen Temperaturen auch anderweitig aufheizen möchte, wird mit Heart Strings von Ivy Fairbanks definitiv bedient. 🥵 In diesem zweiten Band der ‘Love in Galway’-Reihe reiht sich förmlich eine spicy Szene an die nächste. Doch hat die New Adult Romance noch mehr zu bieten, als heiße Luft? Dem versuche ich in dieser Buchrezension auf den Grund zu gehen.
Hinweis: Vielen Dank an den Verlag zur Bereitstellung der Rezensionsexemplare. Das beeinflusst in keinster Weise meine Meinung oder Gefühle zum Gelesenen. Alles, was ich schreibe, entspricht meinem persönlichen Empfinden.
Heart Strings – Buchdetails
- Romance
- Band 2 der Love in Galway-Reihe, aber in sich geschlossen & einzeln lesbar
- aus dem Englischen übersetzt von Pauline Kurbasik & Andreas Helweg
- 352 Seiten
- Erschienen: 16.04.2026
- Verlag: Kiwispace
Eines ist klar, körperliche Nähe steht bei Heart Strings definitiv im Vordergrund. Was aber keinesfalls bedeutet, dass es bei der Geschichte bloß um “no strings attached” geht, also etwas Zwangloses, sondern viel um die Frage, inwiefern die emotionale Nähe die körperliche bedingt. Es wird thematisiert, wie sehr man sich seinem Gegenüber hingeben kann, wenn eigentlich auf einer emotionalen Ebene viele Dinge zwischen einem stehen. Denn die Protagonist*innen Cielo – genannt Lo – und Aiden treffen in diesem zweiten Band der Reihe von Ivy Fairbanks wieder aufeinander, nachdem sie sich ihrer beider Karrieren wegen getrennt hatten. Bekommt ihre Liebe eine zweite Chance? Vertrauen und sich fallen spielen eine wichtige Rolle in der Story. Protagonistin Lo ist jemand, die ohnehin sehr rational denkt und entsprechend schwer Leute an sich heranlässt, da sie als Trennungskind durch ihre eigene Kindheit und Jugend stark geprägt wurde. Ihr innerer Konflikt, sich Aiden auf der körperlichen Ebene zu nähern, ohne zu viel von ihrem Herz preiszugeben, trägt sich durch die gesamte Handlung.
Vertrauen & Sexualität in Heart Strings
Die Story dreht sich außerdem viel um sexuelle Selbstbestimmung. Lo und Aiden leben nämlich ihre Vorlieben zum Bondage aus – natürlich einvernehmlich und immer safe. ☝️ Und während ich diese selbstverständliche Repräsentation von special interests und Kink sehr cool fand, war mir leider der Anteil der spicy Szenen insgesamt einfach zu hoch im Verhältnis zu dem restlichen Miteinander. Für mich war es zu viel Körperlichkeit, aber vor allem zu viel Hin & Her und dafür viel zu wenig offene Kommunikation. Ich verstehe, dass das ein zentraler Aspekt der Story ist, da Lo eben Probleme hat, sich zu öffnen, aber es wirkte für mich insgesamt nicht ausgereift. Es las sich deshalb für mich leider so, als würden beide Figuren primär von ihrer sexuellen Anziehung motiviert sein, was leider die anderen, doch auch spannenden Themen wie Familie, Vertrauen etc., in den Schatten gestellt hat.
Vorhersehbarkeit oder doch schon Klischee?
Aber ich muss gestehen: Ich ahnte im Vorhinein, dass es dieser Band der Love-in-Galway-Reihe schwer bei mir haben würde. 🙈 Einerseits zählen Musiker nicht zu meinen liebsten Love Interests, da – und das ist hier meiner Meinung nach auch bei Aiden der Fall – sie leider oft zu klischeebehaftet sind. In diesem Fall ist der Protagonist der intelligente Anwalt, der den langweiligen Bürojob aufgibt, um seinen Traum als Rockstar zu leben. Für diese Chance verlässt er Galway und somit auch Lo, mit der er kurz zuvor eine Beziehung einging. Doch, Überraschung: Es ist nicht alles Gold was glänzt und Erfolg hat auch seinen Preis. Lo hingegen ist als Charakter Aidens polar opposite: sie ist Medizinerin, absolut rational und trifft ihre Entscheidungen mit dem Kopf statt dem Herzen. Auch das wirkt irgendwie sehr stereotypisch. Ich glaube aber, was mich am meisten störte, war die Tatsache, dass ich nicht so richtig greifen konnte, worauf die Beziehung der beiden beruht. Für mich wirkte es so, als gäbe es bloß eine körperliche Anziehung, die beide miteinander verbindet, was an sich ja völlig fine ist. Allerdings geht es in der Story auch viel um die Gefühle der beiden, die sich für mich aber bis zum Ende hin nicht wirklich erschlossen.
Bonus: Mir hat es gefallen, dass Callum und Lark, die Protagonist*innen aus Morbidly Yours, auch in diesem Band eine Rolle spielten. Außerdem ist mein Herz kurz vor Freude gehüpft, als sich in einer Szene andeutete, dass beim nächsten Band der Reihe Saoirse und der Eventmanager Gabe im Mittelpunkt der Story stehen würden.
Fazit zu Heart Strings
Auch wenn meine hohen Erwartungen an dieses Buch nicht erfüllt wurden, werde ich auch den geplanten dritten Band der Reihe lesen, da mir der Schreibstil von Ivy Fairbanks zumindest im ersten Band sehr gefallen hat. (Leute, lest Morbidly Yours, wenn ihr Romance mögt – Callum ist einfach so eine Green Flag 💚) Falls euch die Rezension zu Morbidly Yours interessiert, dann findet ihr dazu auch einen Blogbeitrag.
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