Kampf um den Eichenthron: Rezension zu The Robin on the Oak Throne

Juli 17, 2026 | Literatur | 0 Kommentare

Written by Ginny

Juli 17, 2026

Kampf um den Eichenthron: Rezension zu The Robin on the Oak Throne

Juli 17, 2026 | Literatur | 0 Kommentare

Written by Ginny

Juli 17, 2026

Mit The Robin on the Oak Throne von K.A. Linde, dem zweiten Band der Oak & Holly Saga, geht der Machtkampf zwischen dem Holly King und dem Oak King in die nächste Runde. Wir kehren zurück zu Kierse McKenna, Diebin aus Leidenschaft und Irrlicht, und zu Graves, dem Warlock. Aber in diesem Band lernen wir auch Gen, Ethan und Nate besser kennen und treffen neue interessante Charaktere. Da mir bei Geschichten um Found Families, also Wahlfamilien, das Herz aufgeht, war das eines meiner Highlights von The Robin on the Oak Throne. Aber ob der Rest der Story auch mithalten kann? Dem gehe ich mit dieser Rezension auf den Grund. Da es sich eben um den zweiten Band der Reihe handelt, kann die folgende Rezension mögliche Spoiler enthalten. Ihr seid gewarnt. 😈

Hinweis: Vielen Dank an den Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das beeinflusst in keinster Weise meine Meinung oder Gefühle zum Gelesenen. Alles, was ich schreibe, entspricht meinem persönlichen Empfinden.

The Robin on the Oak Throne – Buchdetails

  • Band 2 der Oak & Holly Saga | Fortsetzung zu: The Wren in the Holly Library
  • Autorin: K. A. Linde
  • Urban Fantasy | Romantasy
  • 720 Seiten
  • Erschienen: 11.03.2026
  • Verlag: Heyne

Dramaturgie & Storyentwicklung von The Robin on the Oak Throne

Während The Wren in the Holly Library von K.A. Linde zur Zeit der Wintersommenwende spielt, passt diese Fortsetzung perfekt in den Sommer, da die Geschichte ihren Höhepunkt an der Sommersonnenwende findet. Stimmungstechnisch hat mich auch diese Fortsetzung, wie schon Band 1, irgendwie komplett in ihren Bann gezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich die Welt und die Charaktere so gerne mag und das ganze eine Sogwirkung auf mich ausgeübt hat. Aber wenn ich so darüber nachdenke, was in der Story eigentlich so passiert, kann ich darauf gar keine richtige Antwort geben. Irgendwie ist ständig was los und gleichzeitig auch nichts. Viele kleine Abenteuer und Ausflüge, die Charaktere sind ständig auf dem Sprung von Ort zu Ort, wir reisen wild umher – von Irland, über NYC, bis nach Shanghai (na ja, das magische Shanghai im Goblinmarkt). Doch so wirklich sinnvoll erscheinen die Pläne und Coups von Kierse und Graves nicht, alles wirkt ein bisschen so, als würde man einfach Material brauchen, um diesen zweiten Band zu füllen. Stimmungstechnisch hat es mich aber trotzdem total abgeholt – es ist kurios. Ich hatte beim Lesen einfach Spaß und habe gerne mehr über die (Neben-)Charaktere und die Lore erfahren, die die Inspiration für die Reihe ist.

Spice up your life – Das Motto von The Robin on the Oak Throne

Im Vergleich zum ersten Band – zumindest so mein Gefühl – ist das Spice-Barometer noch mal ordentlich in die Höhe geschossen. Da Consent und Vertrauen allerdings auch wichtige Bestandteile der Story sind, dienen viele der explizit körperlichen Szenen unter anderem auch dazu, um die Unterschiede zu verdeutlichen. So fühlt sich Kierse beispielsweise zwar zu Lorcan hingezogen und erfährt, dass sie magisch miteinander verbunden sind, stellt das jedoch aktiv in Frage. Immer wieder gibt es Situationen in denen Lorcan Kierse Grenzen nicht richtig beachtet, was wiederum zu Konflikten führt, die sich bis zum Ende immer weiter steigern.

Found Family & eine kleine Gruppe Banditen

Beim Lesen von The Robin on the Oak Throne dachte ich zwischendurch: Warum gibt es nicht mehr Bücher über eine Crew von Charakteren, die alle unterschiedliche Skills mitbringen und coole Abenteuer erleben? Ich hatte einen Hauch von Six of Crows-Nostalgie. Found Family gehört zu meinen liebsten Tropes, weshalb mir dieser Aspekt des Buches besonders gut gefallen hat. Die Loyalität zwischen Kierse, Gen und Ethan – und auch zu Nate und dem Rudel – erhält in der Fortsetzung sogar noch eine größere Bedeutung als in Band 1. Das ist auch die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Kierse, ihren Freund*innen und Graves, die im Verlauf der Story gemeinsame Sache machen müssen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen, aber auch das Monsterabkommen zu schützen.

Fazit zu The Robin on the Oak Throne von K. A. Linde

Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Storytechnisch und dramaturgisch ist die Fortsetzung zu The Wren in the Holly Library vielleicht kein Meisterwerk, aber für mich hat sich das Pacing der Handlung richtig angefühlt. Erst beim Reflektieren ist mir aufgefallen, dass die Ereignisse an vielen Stellen überhaupt nicht zu Lösungen geführt haben. Aber ich hatte Spaß! Die Story hat mich gut unterhalten, die Charaktere sind spannend und es war kurzweilig.

Wie in vielen Fantasywerken überschlagen sich auch hier zunehmend die Ereignisse, bis die Story mit einem so fiesen und dramatischen Cliffhanger endet, dass ich mich etwas zurückhalten musste, nicht direkt Band 3 zu starten. (Da ich hier aber auf die deutsche Übersetzung warte, hab ich mich beherrscht…) Und eigentlich brauche ich auch Zeit, um zu heilen, weil mir das Ende das Herz zerrissen hat. 😭💔


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