Rezension: Love, Mom von Iliana Xander


Written by Ginny
Rezension: Love, Mom von Iliana Xander


Written by Ginny
Was tust du, wenn am Tag der Beerdigung deiner Mutter plötzlich einen Brief von ihr an dich erscheint? Wie würdest du dich fühlen, wenn du in diesem Brief einen Einblick in die Gedanken und Gefühle deiner Mutter erhältst, die dir zu Lebzeiten verborgen blieben? Was, wenn dir dieser Brief ein Geheimnis offenbart, das dein gesamtes Leben in Frage stellt? Wenn du Antworten auf diese Fragen willst, dann solltest du Love, Mom von Iliana Xander lesen.
Worum geht's?
Deine Mutter, eine Bestsellerautorin. Ihr Tod ein tragischer Unfall. Oder?
Mackenzie Casper war ihr ganzes Leben lang „nur“ die Tochter von Elizabeth Casper – einer der berühmtesten Thriller-Autorinnen der Welt: E. V. Renge. Immer stand sie im Schatten des Ruhms ihrer Mutter. Doch nun ist Elizabeth tot. Angeblich durch einen tragischen Unfall.
Mackenzie hat da so ihre Zweifel. Und als sie nach der Trauerfeier einen geheimnisvollen Brief erhält, der ihr geheime Tagebuchseiten ihrer Mutter offenbart, werden die Rätsel um den Tod und das Leben von Elizabeth Casper immer mysteriöser. Es folgen weitere Briefe. Stück für Stück offenbaren sie ein Netz aus Lügen, Ängsten und Geheimnissen.
Was hat Elizabeth verborgen? Und hat sie dafür mit dem Leben bezahlt?
Um das herauszufinden, beginnt Mackenzie selbst zu ermitteln. Doch je tiefer sie gräbt, desto klarer wird: Sie darf niemandem vertrauen. Nicht den Menschen, die ihrer Mutter am nächsten standen. Und schon gar nicht ihrer eigenen Familie.
Hinweis: Vielen Dank an den Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das beeinflusst in keinster Weise meine Meinung oder Gefühle zum Gelesenen. Alles, was ich schreibe, entspricht meinem persönlichen Empfinden.
Charaktere & Aufbau von Love, Mom
Nach vielen Fantasytiteln brauchte ich endlich mal wieder eine gute Mystery-Story zum miträtseln – eine, die mich so fesselt, dass ich das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen möchte. Und damit hat Love, Mom voll ins Schwarze getroffen. Das Buch war einfach zu lesen und man wird direkt mitten in die Geschehnisse um den mutmaßlichen Unfalltod von Bestsellerautorin E. V. Renge geworfen. Protagonistin Mackenzie war mir direkt sehr sympathisch: Eine junge Frau Mitte zwanzig, die immer im Schatten ihrer berühmten und erfolgreichen Mutter steht. Die sich selbst ständig klein hält, um nicht aufzufallen. Die auf Grund des Talents ihrer Mutter nicht mal selbst zu träumen wagt. Ich habe sehr leicht Zugang zur Story gefunden und deshalb hat das Buch auch direkt eine gewisse Sogwirkung auf mich ausgeübt. Schnell habe ich verschiedene Mutmaßungen und Theorien entwickelt – das liebe ich ja bei Krimis und Thrillern am liebsten. Einige sollten sich bewahrheiten, aber es gab auch viele Twists, die ich so nicht habe kommen sehen. Es war eine perfekte Mischung. 🤌
Die Handlung ist in drei Teile und einen kurzen Epilog gegliedert. Aufgelockert wird die Struktur durch die verschiedenen Briefe der Mutter, die Mackenzie nach und nach erhält und mittels derer wir Einblicke in die Vergangenheit und die Gedanken von Elizabeth Casper erlangen. Das hat mir persönlich richtig gut gefallen und dem Ganzen noch das gewisse Etwas verlieren.
Spoilerfreie Meinung
Lesen ist ja immer subjektiv, aber ich glaube, gerade bei Mysteries gehen die Geschmäcker da sehr weit auseinander. Mich persönlich hat der erste Teil der Geschichte sofort gepackt – ich war begeistert und neugierig, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der zweite Teil spielt in der Vergangenheit und als Lesende lernen wir noch mehr über Elizabeth und auch Mackenzies Vater. Ich bin ehrlich, dieser Teil hat mich emotional komplett fertig gemacht – so mitreißend fand ich es. Leider hat mich die Geschichte dann ab dem dritten Teil etwas verloren, was ich super schade finde, denn zuvor war es ein echtes Highlight für mich. Protagonistin Mackenzie hat sich jedoch im letzten Teil in einigen Momenten so unerklärlich naiv verhalten, dass es für mich im Rahmen der Handlung unlogisch war. Auch die Auflösung kam für mich zu abrupt daher und war viel zu “einfach”. 🥲
Fazit zu Love, Mom
Das Leseerlebnis war mich für eine echte Achterbahnfahrt: Viele Hochs und einige Tiefs, welche letztlich dazu führen, dass der Thriller für mich nicht ganz perfekt ist. Ich glaube, da wäre noch Potential für mehr gewesen und man hätte das Ende deutlich stimmiger gestalten können. Nichtsdestotrotz fand ich Love, Mom super unterhaltsam und spannend – für mich ist es nachvollziehbar, warum das Buch eine Fangemeinde hat. Eine klare Leseempfehlung für Leute, die auf der Suche nach einer spannenden Mystery mit Suchtpotential sind.
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